Am Samstagabend ist es in Friedrichsfelde zu einem Einsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen.
Gegen 19:15 Uhr bemerkte ein Mieter in der Gensinger Straße beim Betreten seiner Wohnung eine Beschädigung am Türschloss.
Nach ersten Erkenntnissen verschafften sich unbekannte Täter mithilfe einer ätzenden Substanz Zugang zur Wohnung. Die Feuerwehr sicherte den Bereich und neutralisierte die eingesetzte Säure.
Angaben zur Höhe des Schadens oder möglicher Beute liegen bislang nicht vor. Die Kriminalpolizei ist vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Verhalten im Ernstfall:
- Nicht berühren!
- Wenn Sie Flüssigkeit an Ihrem Schloss bemerken, berühren Sie diese auf keinen Fall – es besteht akute Verätzungsgefahr
- Notruf: Verständigen Sie sofort die Polizei unter 110
- Abstand halten: Halten Sie sich von der Tür fern, da nitrose Gase (brauner Rauch) entstehen können
Mögliche Schutzmaßnahmen:
- Nachbarschaftshilfe: Achten Sie auf verdächtige Personen oder Flüssigkeitsrückstände (gelb, grün, braun) im Hausflur und informieren Sie Nachbarn.
- Sicherheitsbeschläge mit Kernziehschutz: Rüsten Sie Ihre Türen mit hochwertigen Sicherheitsbeschlägen aus, die den Schließzylinder abdecken und speziell gegen Anbohren und Säureangriffe zertifiziert sind (z. B. VdS-Klasse A oder B). Diese verhindern, dass Säure direkt in den Zylinder gespritzt werden kann.
- Widerstandsfähige Schließzylinder: Nutzen Sie Zylinder aus Materialien, die chemisch resistent gegen Säuren sind.
- Abdeckungen für das Schloss: Es gibt spezielle Schutzvorrichtungen (z.B. den „Cleveralarm“), die den Schließzylinder von außen abdecken und bei Manipulationen Alarm auslösen.
- Allgemeiner Einbruchschutz: Eine sichtbare Alarmanlage und Bewegungsmelder schrecken Täter ab, bevor sie Säure einsetzen können.
©Fotos: Pierce Adler